Die "klingende Seele" der Stadt

Ältestes Dokument über Musikgeschehen in Burgkunstadt aus dem Jahre 1697/98

 

 

Die "klingende Seele" der Stadt Burgkunstadt

 

Der Musikverein stützt sich auf das Erbe der einstigen Stadtkapelle. Heimatforscher und Freunde der Blasmusik bezeichnen dieses Gemeinwesen immer wieder als die "klingende Seele" der Stadt. Seit fast 320 Jahren sind diese Einrichtung und die vohrer etablierten Stadtpfeifer, Trommelschläger, Musikkorps, Türmer und Kirchenmusici ein lebendiges Zeugnis kleinstädtischen Kulturwillens. Es gab da vielen Höhen und Tiefen, bis vor fast 50 Jahren aus dieser großen Tradition der Musikverein aus der Taufe gehoben wurde.

 

 

 

 

 

Stadtkapelle 1922. Sitzzend mit Taktstock: Hans Neubauer, dahinter sein Vorgänger und Schwiegervater Rehäuser

Ein Neuanfang

 

1971 gab es die ersten Versuche, um diese liebgewordene Tradition mit neuem Leben zu erfüllen. Ein Musikverein sollte ins Leben gerufen werden. Der Versuch war ein voller Erfolg, denn erfahrene Musiker aus der Stadtkapelle standen Pate und stellten sich sofort zur Verfügung, als die mit Feuereifer musizierenden Buben und Mädchen mit den Proben  begannen. Tatkräftige Unterstützung  leistete auch die Stadt Burgkunstadt: Die Stadtväter genehmigten 12.000 DM für die Anschaffung der notwendigen Instrumente. Auch beim Aufbau des Vereins leistete die Stadtverwaltung wertvolle Schützenhilfe.

 

 

Die Jugendblaskapelle nach der Gründung

Hans Keidel, der unermüdiche Motor des jungen Gemeinwesens, wurde 1972 zum Vorsitzenden gewählt. Die Mitgliederzahl war bereits auf 107 angestiegen und die Probenarbeit funktionierte reibungslos. Bereits wenige Monate später gab die Jungendblaskapelle ihr Debüt bei einer spektakulären Weihnachtsfeier in der Stadthalle. Weitere Auftritte folgten bei den traditionellen Standkonzerten. Was niemand für möglich hielt war eingetreten. Hunderte von Zuhörern hatten sich eingefunden und spendeten begeistert Applaus für die schneidigen Märsche und Walzer. Die Mitgliederzahl wuchs und mit ihr die Spendenfreudigkeit der Bevölkerung . Wer erinnert sich nicht gerne an die vielen Ständchen, Faschingsbälle, Konzerte und die Bombenstimmung während der Kirchweihtage,

die der Musikverein gestaltete.                       

 

 

 

Akkordeongruppe 1975, Leitung: Martin Rehm
Gründung Gitarrengruppe , Leitung: Josef Korf
Dirigentenlizenz vom Amtsgericht Weismain aus dem Jahre 1857, für Albert Zapf

Aushängeschild

 

Die musizierende Jugend war auf dem besten Wege, ein Aushängeschild der Stadt zu werden. Fleißig rührte die Vorstandschaft die Werbetrommel. Inzwischen gab es bereits eine Gitarren- und Mandolinengruppe, zu der sich wenig später noch eine Akkordeongruppe gesellte.

Viele neue Initiativen wurden entwickelt. Reinhold Martin schrieb sogar ein Theaterspiel, das bei einer Weihnachtsfeier mit großem Erfolg uraufgeführt wurde.Selbst das Herz des bekannten Schauspielers Gustav Knuth eroberten die Burgkunstadter Buben und Mädchen.

 

Als einzigem Verein aus ganz Nordbayern wurde 1978 dem Musikverein Burgkunstadt im Rahmen eins Festaktes auf Burg Trausnitz in Landhut die

"PRO-MUSICA-Plakette" verliehen

 

 

 

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